22.05. Bye Bye

Wenn ihr diesen Beitrag lest, sitze ich bereits im Flieger zurück nach Deutschland. Hinter mir liegen vier Wochen, in denen ich kreuz und quer über die Insel gereist bin. Ich mag Zahlen, deshalb zum Ende einige für euch:

In den 27 Tagen habe ich in 18 unterschiedlichen Unterkünften übernachtet. Das bedeutet 36 mal meinen großen Koffer und die zwei Taschen rein oder raus tragen, ein- oder auspacken, Geräte ein- oder ausstöpseln, an der Rezeption ein- oder ausschecken…

In dieser Zeit habe ich mit dem Auto laut Anzeige 3372 Kilometer bei einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 48 km/h zurück gelegt – was rund 70 Stunden reiner Fahrtzeit entspricht. Geht man von einem 8-Stunden-Job aus, habe ich also 9 Tage im Auto verbracht. Ziemlich viel :)

Ich habe über 200 Fotos auf dem Blog und bei flickr gepostet, und mit diesem sind es 33 von mir verfasste Beiträge. Wenn ich mich nicht verzählt habe, habe ich 27 Missionen erfüllt – und doch so viele aufgrund der Zeit nicht angehen können. So sah mein typischer “Arbeitsplatz” aus:

Ich bedanke mich bei allen, die diese Reise mitverfolgt, und sich durch das Einstellen der Missionen und Schreiben von Kommentaren beteiligt haben. Den Iren rechne ich ihre freundliche Art und Hilfsbereitschaft hoch an. Und ich bedanke mich bei Marcel, der mich hier vor Ort fantastisch unterstützt hat.

Macht’s gut, Kai.

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 21.05. Kunst und Kultur in Dublin

Nach der recht langen Fahrt von Portrush im nördlichsten Teil Nordirlands zurück nach Dublin im Osten der Republik wollte ich etwas unternehmen, was ich auch sonst immer mache, wenn ich in Urlaub bin: mir die lokale Kunstszene ansehen. Keine Mission, eher ein Bedürfnis.

Und so war ich einen ganzen Tag in den Galerien und Museen Dublins unterwegs.

Den Anfang machte das IMMA | Irish Museum of Modern Art. Das Museum liegt etwas außerhalb des Zentrums und ist im Royal Hospital Kilmainham beherbergt. Dieses Gebäude stammt aus dem 17. Jahrhundert. Beeindruckend. In diesem Jahr feiert das IMMA auch sein 20-jähriges Jubiläum mit einem besonderen Programm. Im Museum findet ihr eigentlich alle Kunstdisziplinen von Malerei über Installationen bis zur Fotografie. Nehmt euch für einen Besuch Zeit. Es gibt wirklich sehr viel zu sehen!

Danach habe ich das Auto wieder beim Hotel geparkt und bin zu Fuß nach Temple Bar gelaufen. Eine kleine Stärkung später wurde ich auf ein Poster an der Temple Bar Gallery aufmerksam. Dort wurden unter dem Titel Paper Jam Abschlußarbeiten des Ballyfermot College of Further Education gezeigt. Besonders die Illustrationen von Rachel Corcoran fand ich toll.

Weiter ging es mit einem kurzen Rundgang im IFI | Irish Film Institute – das aber vor allem als Kino seinen Reiz hat. Im dazugehörigen DVD-Shop bin ich aber dann doch kurz etwas verloren gegangen. Ich glaube, ich habe noch nie eine so geschmackssichere Auswahl an DVDs gesehen.

Meine letzten Stationen waren die Gallery Of Photography und das National Photographic Archive. Prime Years, eine Ausstellung mit Arbeiten über Menschen über 60 hat mich umgehauen, nachdenklich gemacht und aufgrund der Qualität der Fotos direkt angespornt, eigene Projekte anzugehen. Was will man mehr?

Dublin hat viel zu bieten, und ich habe bei weitem nicht alles geschafft. Das Writers Museum beispielsweise nicht. Trotzdem: ich empfehle jedem, der mit diesen Themen etwas anfangen kann wärmstens, sich mindestens einen Tag dafür Zeit zu nehmen.

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 21.05. Giant’s Causeway und warum ich nicht über die Carrick-a-Rede Brücke ging

So toll mir Nordirland auch gefallen hat, so sauer wurde ich auch langsam auf das Wetter. Auch bei meiner Abreise aus Belfast keine Besserung. Natürlich hatte ich die Hoffnung, dass sich das alles auf meine Route zu Giant’s Causeway und Carrick-a-Rede ändert – doch weit gefehlt. Die Wolken wurden immer dunkler und je näher ich Richtung Küste kam, desto stärker wurde auch der Sturm. Pech würde ich sagen. Bei meiner Ankunft auf dem Parkplatz vor dem Giant’s Causeway habe ich dieses Foto geschossen.

Nach 30 Minuten warten im trocknen Auto bin ich dann trotzdem raus. Der Regenschauer wechselte recht schnell auf Sprühregen, der Sturm aber blieb und sorgte dafür, dass ich den Fußweg bergab eher rannte als ging. Rückenwind! Aber sowas von. Unten angekommen war ich bereits völlig durchnässt, aber der Anblick entschädigte dann für ein paar Minuten. Ich hatte mir vorher durchgelesen, wie diese Säulen vor 60 Millionen Jahren natürlich entstanden sind. Aber vor Ort war es kaum zu glauben. Die Säulen sehen aus, als wären sie fein säuberlich erarbeitet und ineinander verkeilt worden. Man kann alles betreten, was bei dieser Witterung nicht ungefährlich war. Die Oberfläche der Säulen war sehr sehr rutschig und ich bin mehrere Male haarscharf einem Sturz entgangen.

Durch den Regen war es für diese Uhrzeit auch merkwürdig dunkel, was man den Fotos gut entnehmen kann. Nach 15 Minuten hielt ich es aber nicht mehr aus, und habe mich auf den Rückweg zum Auto gemacht. Der Marsch hat dann etwa drei Mal so lange gedauert wie mein Hinweg, denn der Rückenwind von vorhin kam natürlich jetzt von vorne und hat mich munter hin und her geschubst. :)
Mein Fitnessprogramm hatte ich jedenfalls für diesen Tag abgearbeitet (plus eine Mission erfüllt) und machte mich auf den Weg zur Carrick-a-Rede Brücke, die nur wenige Kilometer entfernt liegt.

Um es kurz zu machen: wegen des Sturmes und der Regenschauer war die Brücke bei meiner Ankunft nicht freigegeben. Einige tapfere Menschen warteten in einer Schlange davor, aber diese Mission habe ich leider nicht erfüllen können. Durchnässt und mit schweren Beinen fuhr ich zu dann meiner letzten Unterkunft in Nordirland nach Portrush.

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 21.05. Mission: Handgemachte Ladenschilder

“In Irland gibt es es noch diese tollen traditionellen und handgemachte Ladenschilder. Erstelle eine Fotoserie mit den schönen handgemalten Ladenschildern.”

Eine meiner Lieblingsmissions, denn einige Schilder hätte ich so oder so fotografiert. Diese Schilder habe ich in allen Ecken Irlands fotografiert. Norden, Süden, Westen und Osten – alles dabei.

Mission erfüllt.

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